Luftqualität in der Metallindustrie

Wie entfernt man hohe Konzentrationen von Partikeln in der Metallindustrie?

Wir atmen alle vier Sekunden, insgesamt etwa 22.000 Mal pro Tag. In städtischen Gebieten, wo die Luft stark verschmutzt ist, enthält jeder Atemzug mehr als 25 Millionen Partikel. Aber nicht nur Luftverschmutzung in Freien spielt eine Rolle. Die Luftqualität in Innenräumen kann bis zu 50-mal stärker verschmutzt sein, als die Außenluft. Wir atmen Feinstaub, schädliche Gase, Viren und Bakterien ein. Am Arbeitsplatz sind wir oft zahlreichen gesundheitsgefährdenden Partikeln und Schadstoffen ausgesetzt, vor allem in der material- und metallverarbeitenden Industrie. 

Woher kommen all diese Luftschadstoffe?

Luftverschmutzung hat eine Reihe natürlicher Quellen. Partikel natürlichen Ursprungs sind in der Regel größer, dazu gehören Pollen, Sandkörner, Asche von Waldbränden oder Vulkanausbrüchen. Durch menschliche Aktivitäten, wie Straßenverkehr, Energieerzeugung, Produktion oder Errichtung von Gebäuden, entstehen zahlreiche sehr kleine Partikel in der Luft. Durch Aktivitäten innerhalb von Gebäuden wird die Luft darin mit Textilstaub, Hautpartikeln, Aerosolen, Gasen und Gerüchen belastet. 

Die gefährlichsten Partikel

Die größte Gefahr für die Gesundheit stellen die kleinsten Partikel in der Luft dar. Partikel kleiner als 1 Mikrometer, Nanopartikel und ultrafeine Partikel, auch bekannt als PM1 (<1 µm und kleiner), stammen meist aus unvollständigen Verbrennungsprozessen. Sie können die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers überwinden und bis in den Blutkreislauf gelangen. Von dort tragen sie zu Infektionen, Herzinfarkt, Lungenkrebs, Demenz, Emphysem, Ödeme und andere schwere bis tödliche Krankheiten bei. 


PM1 Verstehen

Wie verschmutzt ist die Raumluft in der Metallindustrie? 

In der Metallindustrie werden häufig sehr hohe Feinstaubkonzentrationen gemessen, die deutlich über den von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) empfohlenen Werten liegen. Beim Schweißen, Schleifen und Laser-/Plasmaschneiden entstehen große Mengen feiner PM1-Partikel sowie Gase, die durch das Lüften alleine nicht beseitigt werden können. Diese Prozesse erfordern effiziente Entstaubungsanlagen mit einem ausreichenden Wirkungsgrad. Wird die Luft im Kreislauf geführt, sollten sogar HEPA-Filter der Filterklasse H13 eingesetzt werden. Müssen molekulare Verschmutzungen, wie schädliche Gase, VOCs oder Gerüche beseitigt werden, kann eine Molekularfiltration von Vorteil sein. Zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter:innen sollten Arbeitgeber immer darauf achten, dass die Raumluft am Arbeitsplatz sauber und hygienisch ist. 

 

Schadstoffe

 

Quellen

 

Auswirkungen

 

Stickstoffdioxid

Verbrennungsprozesse, z.B. Schweißen und Schneiden   

Bronchiale Entzündungsreaktionen und
verringerte Lungenfunktion

 

Bodennahes Ozon

Schweißen, Abgase, Benzindämpfe, chemische Lösungsmittel

Brustschmerzen, Husten, Heiserkeit, Verschleimung der oberen Atemwege, Asthma und andere Atemwegserkrankungen

 

Schwefeldioxid


Verbrennung fossiler Brennstoffe 

Atemwegserkrankungen und Asthma, Kopfschmerzen und allgemein schlechtes Wohlbefinden
 

Schwermetalle - Arsen, Chrom, Kadmium, Blei, Quecksilber und Nickel

Verbrennungsprozesse,  z.B. Schweißen und Schneiden Schädigung von Herz, Leber, Nieren und andere Organe sowie von Fortpflanzungs- und Atemwegsorganen, Verlangsamung der Entwicklung, allergische Hautreaktionen

Camfil bietet zahlreiche Lösungen für die Material- und metallverarbeitende Industrie 

In den meisten Fällen können Staub und kleine Partikel mithilfe von Zubehör wie Absaugarme, Abzugshauben, usw. direkt an der Quelle erfasst werden. Da die Staubbelastung groß ist, muss die Filteranlage selbst über ein automatisches Reinigungssystem verfügen, um den erfassten Staub von der Filteroberfläche abzulösen und in einem Entsorgungsbehälter zu sammeln. Camfil verfügt über die größte Auswahl an Produkten am Markt, wie z.B. den Trockenabscheider Gold Series X-Flo, welcher auch ATEX-Anforderungen bei Anwendungen mit explosiven Stäuben erfüllt. 

Beim Schweißen großer Bauteile ist eine direkte Absaugung schwierig. In diesem Fall kann der Schweißrauch mit einem System namens Push/Pull abgesaugt werden. Über einen Kanal wird die verschmutzte Luft abgesaugt (Pull) und zur Filteranlage geführt. Mithilfe eines weiteren Kanals wird die saubere Luft zurück in die Halle geblasen (Push). Da die Luft im Kreislauf geführt wird, gibt es keine Probleme mit dem Luftdruckausgleich und das System spart Energie zum Heizen. 

Wenn die Rauch- oder Staubbelastung in der Produktion nicht sehr hoch ist, dann können Luftreiniger wie CC 6000 von Camfil eingesetzt werden. Er verfügt nicht nur über ein automatisches Filterreinigungssystem, sondern auch über eine große Filterfläche in mehreren Stufen. Mit dem Luftreiniger können große Flächen sauber gehalten werden. Kleine Partikel werden effizient aus der Atemluft entfernt, insbesondere wenn der Luftreiniger auf dem Boden platziert wird. 

Camfil bietet Lösungen sowohl für Entstaubungsanlagen und Lüftungsanlagen als auch für das industrielle Schadstoffmanagement und Luftqualitätsmessungen für die Überwachung der Luftqualität. 

Erstellt Mittwoch, 8. September 2021
Camfil ist Ihr Partner für saubere Luft. Kontaktieren Sie uns noch heute!
Telefonische Anfragen
+43 1 713 37 83
KONTAKT FINDEN