Klassifikation und Leistungsprüfung von Schwebstofffiltern
DIN EN 1822:2019 & DIN EN ISO 29463

DIN EN 1822 und DIN EN ISO 29463 - Klassifikation und Leistungsprüfung von Schwebstofffiltern

Erstellt Mittwoch, 2. Februar 2022

Nicht alle HEPA-Filter sind gleich. Nur anhand der Prüfnormen DIN EN 1822:2019 und DIN EN ISO 29463 können Endverbraucher wirklich erkennen, ob ein HEPA-Filter so hergestellt und konzipiert wurde, dass er die Anforderungen an die Reinheit der Luft an ihrem Arbeitsplatz erfüllt. Die Norm DIN EN 1822 wurde seit ihrer Einführung in den 1990er Jahren mehrfach überarbeitet. In die neueste Version dieser Norm wurde das Prüfverfahren nach DIN EN ISO 29463 aufgenommen, um die weltweite Akzeptanz der Prüfung zu gewährleisten. Unabhängig davon, ob der HEPA-Filter für kontrollierte Umgebungen wie Reinräume oder als Teil eines System-Upgrades in einem HLK-System oder in einem eigenständigen Luftreiniger verwendet wird, sollten Sie immer überprüfen, ob der Filter individuell nach diesen Normen zertifiziert wurde.

Wie Hepa-filter gestestet werden

Ein HEPA-Filter wird durch seine Wirksamkeit bei der Entfernung von Luftschadstoffen aus dem Luftstrom definiert. Die DIN EN 1822:2019 ist eine Leistungsprüfung, die dazu beiträgt, dass der Filter die erforderliche Abscheideleistung erfüllt. Bei der werksseitigen Prüfung des HEPA-Filters wird ein Testaerosol verwendet, um die Menge der in der Luft befindlichen Partikel zu messen, die den Filter umgehen. Jeder HEPA-Filter wird anhand der MPPS (most penetrating particle size) gemessen, um sicherzustellen, dass er auch gegen die kleinsten luftgetragenen Verunreinigungen wirksam ist. Die MPPS eines Filters liegt zwischen 0,1 und 0,2 Mikrometern. Das bedeutet, dass ein HEPA-Filter, der als H14 eingestuft ist, zu 99,995 % gegen die MPPS wirksam ist. Gemessen an anderen Partikelbereichen ist er oft noch viel wirksamer. Camfil führt bei 100 % seiner HEPA-Filter Scantests durch und nutzt dabei seine Laborkapazitäten. 

Effizienzklassen und Prüfberichte